Testen in OLAT Testen in OLAT

Das Lernmanagementsystem OLAT ermöglicht es, Onlinetests, Onlineselbsttests und Onlinefragebögen zu erstellen. Da es sich in jedem Fall um eine Lernressource handelt, können diese in mehrere Kurse eingebunden werden.

Soll der Tests als Selbsttest zu reinen Übungszwecken angeboten werden, so kann er über den Kursbaustein "Selbsttest" in einen Kurs eingebunden werden, die Testergebnisse werden dann anonymisiert gespeichert. Testergebnisse eines Tests werden personalisiert gespeichert.

Fragebögen werden für online Befragungen in einem Kurs eingesetzt. Auch hier kann die Länge des Fragebogens, ebenso wie Fragetypen konfiguriert werden. Die Resultate werden bei Fragebögen immer anonymisiert gespeichert, ebenso kann jeder Kursteilnehmer nur einmal an der online Befragung teilnehmen.

 

Die folgende Tabelle bietet einen kurzen Überblick über die Funktionalitäten von Tests, Selbsttest und Fragebögen:

  Test Selbsttest Fragebogen
Einsatzzweck: Prüfungsttest Übung Umfrage
Herstellen mit: Testeditor Testeditor Fragebogeneditor
Fragetypen: alle alle
  • Single Choice
  • Multiple Choice
  • Lückentext
  • Freitext
Einbindung mit Kursbaustein: Test Selbsttest Fragebogen
Aufrufe durch KursteilnehmerInnen: konfigurierbar unlimitiert einmalig
Aufzeichnung der Resultate: personalisiert anonymisiert anonymisiert

 

Weitere Informationen zur Erstellung und Einbindung von Tests/Selbsttests und Fragebögen finden Sie hier.

Neue Funktionalitäten: Standard QTI 2.1 Neue Funktionalitäten: Standard QTI 2.1

Mit dem Update auf OpenOLAT 11 haben Sie nun die Möglichkeit Test mit dem QTi 2.1 Standard zu erstellen. Damit stehen Ihnen eine Reihe an neuen und verbesserten Funktionalitäten zur Verfügung.

Erweiterung Fragetypen

Einer der wesentlichsten Neuerungen diesbezüglich ist die Implementierung von sieben neuen Fragetypen. So stehen Ihnen nun neben den bereits bekannten Fragetypen Single Choice, Multiple Choice, Kprim, Lückentext und Freitext auch noch die Fragetypen zur Verfügung:

  • Matrixaufgabe
  • Drag und Drop
  • Numerische Eingabe
  • Hottext
  • Hotspot
  • Datei hochladen
  • Zeichnen

Testparts:

Bei der Generierung eines Tests enthält dieser automatisch einen Testpart und eine Sektion. Im Gegensatz zur Sektion, sind Testparts erst dann sichtbar, wenn ein zweiter Part erstellt wird.

Sobald Sie einen zweiten Test Part erstellen, werden die Konfigurationen hauptsächlich auf der Ebene der Parts festgelegt und nicht mehr auf der Ebene des Tests. 

Mit Testparts können Sie Ihren Test zwei (oder mehrere) Teile splitten. So können Sie beispielsweise konfigurieren, dass Studierende erst dann den zweiten Testpart bearbeiten können, wenn der erste Testpart absolviert wurde.

Testprofile:

Um Ihnen die Konfiguration von Tests zu erleichtern, stehen unter "Optionen" zwei Testprofile zur Verfügung:

  • Summativ (scharfe Prüfung)
  • Formativ (Übungstest)

Optional können Sie eines der Profile auswählen, werden die entsprechenden Voreinstellungen getroffen, diese können Sie jedoch beliebig manuell abändern.

Freitext Autosave (11.4):

Um den Datenverlust bei Verbindungsproblemen mit dem Internet, Session Time outs usw. möglichst zu minimieren, wird beim Fragetyp Freitext jede Minute die komplett geschriebene Antwort automatisch gespeichert. Die letzte Speicherung wird dem Testteilnehmer jeweils angezeigt.

Zeitbeschränkung auf Testebene:

War es in QTI 1.2 Test möglich Zeibeschränkung auf Test-, Sektion- und Frageebene vorzunehmen, so ist es nun mit QTI 2.1 Test möglich, Zeitbeschränkung auf Testebene vorzunehmen.

Vorschau Lösung:

Um die Erstellung von Tests ein wenig zu vereinfachen, können Sie nun im Testeditor nicht nur die Vorschau der Fragestellung ansehen, sondern auch eine Vorschau der Lösung.

Resultatanzeige:

Unter "Optionen" können Sie wählen welche Informationen in den Resultaten angezeigt werden. Neu ist unter Anderem die Möglichkeit die korrekte Lösung einer Antwort anzuzeigen.

Zurücksetzen einzelner User:

Im Bewertungswerkzeug können einzelne Benutzer zurückgesetzt werden. Damit wird es möglich Tests in der Benutzeransicht durchzuführen, auszuwerten und danach die Ergebnisse wieder zu löschen, ohne dass die Teststatistik verfälscht wird.

Fragetypen in OLAT Fragetypen in OLAT

In OLAT stehen Ihnen eine große Auswahl unterschiedlicher Fragetypen zur Verfügung.

 

Single Choice

Beschreibung des Fragetyps: Bei Single Choice Fragen stehen den TestteilnehmerInnen mindestens zwei Antwortoptionen zur Verfügung, davon kann eine ausgewählt werden.

 

 

Anwendung des Fragetyps: Bei Single Choice Fragen handelt es sich um sogenannte geschlossen Aufgabenstellungen, da die Antwortoptionen vorgegeben sind. Dieser Fragetyp eignet sich sehr gut für das Abfragen von Faktenwissen. Ein großer Vorteil bietet sich vor allem durch die automatische Auswertung der Fragen.

 

Multiple Choice

Beschreibung des Fragetyps: Wie bei dem Fragetyp Single Choice stehen den Studierenden mindestens zwei Antwortoptionen zur Verfügung. Im Gegensatz zu Single Choice können hier mehrere Antwortalternativen ausgewählt werden. Es besteht auch die Möglichkeit, dass alle oder keine der Antwortalternativen korrekt sind.

 

 

Anwendung des Fragetyps: Auch bei Multiple Choice handelt es sich um einen geschlossenen Fragetyp, welcher ebenfalls automatisch ausgewertet werden kann. Multiple Choice Fragen werden oft zur Abfrage von Faktenwissen eingesetzt, können sich aber je nach Art der Fragestellung durchaus auch zur Abfrage von Anwendungswissen eignen.

 

Kprim

Beschreibung des Fragetyps: Bei Kprim Fragen handelt es sich um eine Variation des Fragetyps "Multiple Choice". Hier gibt es pro Frage vier Antwortoptionen, bei jeder dieser Antwortoptionen müssen die Studierenden entscheiden, ob diese zutrifft oder nicht.

 

 

Anwendung des Fragetyps: Kprim Aufgaben eignen sich sowohl für das Abfragen von Faktenwissen als auch Anwendungswissen. Krpim eignen sich sehr gut, wenn mehrere Antwortoptionen gleich bedeutsam, beziehungsweise mehrere Antworten zu einer Lösung gehören.

 

Lückentext

Beschreibung des Fragetyps: Der Fragetyp „Lückentext“ bestehen aus einem Text, in dem Zahlen, Teilwörter, ganze Wörter oder Satzteile ausgelassen und durch leere Felder ersetzt werden. Die fehlenden Textbausteine werden von den TestteilnehmerInnen entweder frei ergänzt, oder es werden die einzusetzenden Teile in unsortierter Reihenfolge vorgegeben.

 

 

Anwendung des Fragetyps: Lückentext-Fragen überprüfen, ob ein Text verstanden wurde (z.B.: Sprachverständnis) oder wie der Wortschatz bzw. Grammatik beherrscht wird. Es besteht die Möglichkeit einer automatischen Auswertung, auch wenn es mehreren Antwortoptionen pro Lücke gibt.

 

Freitext

Beschreibung des Fragetyps: Der/Die Lehrende kann hier mittels einer Frage den Testteilnehmer/die TestteilnehmerIn auffordern, in einem dafür vorgegebenen Feld seine/ihre Antwort frei zu formulieren. Dieser Fragetyp entspricht dem Prinzip der offenen Fragen, bei denen es keine vorformulierte Antwort gibt, sondern der/die Befragte frei antwortet.

 

 

Anwendung des Fragetyps: Dieser Fragetyp eignet sich sehr gut um eine kurze und freie textbasierte Antwort zu erhalten, beispielsweise eine Frage zur Definition eines Fachbegriffes. Da es keine vordefinierten Antworten gibt, müssen die TestteilnehmerInnen eigene Antworten formulieren. Aber auch Übersetzungen kurzer Texte können anhand dieses Fragetyps sehr gut abgefragt werden. Die Auswertung muss in diesem Fall manuell erfolgen.

 

Matrixaufgabe

Beschreibung des Fragetyps: In einer Matrix erfassen Sie zusammengehörige Elemente, wobei der/die Test-TeilnehmerIn ein Element in einer Zeile, dem entsprechenden Element in einer Spalte zuordnen muss. Bei Single Choice kann der/die TestteilnehmerIn nur ein Element pro Zeile zuordnen, bei Multiple Choice können mehrere Elemente pro Zeile zugeordnet werden.

 

 

Anwendung des Fragetyps: Bei der Matrixaufgabe handelt es sich um einen Fragetyp, der automatisch ausgewertet werden kann. Matrixfragen kommen vor allem zum Einsatz, wenn Verhältnisse und Beziehungen zwischen ähnlichen Begriffen und Konzepten erkannt und verstanden werden sollen.
Seitens der TestteilnehmerInnen ist ein gutes Sprachverständnis gefordert, um die Begriffe richtig zuordnen zu können.

 

Drag and Drop

Beschreibung des Fragetyps: Ähnlich wie bei der Matrixaufgabe müssen bei Drag and Drop vorgegebene Definitionen, Begriffe, Aussagen, Regeln, Szenarien etc. einer oder mehreren korrekten Antwortalternativen zugeordnet werden. Test-TeilnehmerInnen platzieren mit der Maus das Element in der richtigen Antwortkategorie. Der/die TesterstellerIn kann zwischen folgenden Alternativen wählen:

  • Single Choice: Ein Begriff wir einem Antwortelement zugeordnet
  • Multiple Choice: ein Begriff kann mehreren Kategorien zugeordnet werden.

 

 

Anwendung des Fragetyps: Bei Drag and Drop handelt es sich um einen Fragetyp, der automatisch ausgewertet werden kann. Dieser Fragetyp eignet sich besonders, wenn Verhältnisse und Beziehungen zwischen ähnlichen Begriffen und Konzepten erkannt und verstanden werden sollen.
Mit Drag and Drop kann man außerdem Reihenfolgenaufgaben realisieren. Diese Art der Frage ist besonders dafür gedacht, um Abläufe abzubilden, Prozesse zu analysieren oder Hierarchien zu erstellen.

 

Numerische Eingabe

Beschreibung des Fragetyps: Dieser Fragetyp verhält sich ähnlich wie der Fragetyp „Lückentext“. Der Unterschied besteht darin, dass die Antworten Zahlen sind, wobei hier eine genaue Angabe (mit Kommastelle) oder ein Toleranzbereich gefordert sein kann.

 

 

Anwendung des Fragetyps: Dieser Fragetyp wird vor allem bei zu berechnenden Problemen eingesetzt, beispielsweise in der Informatik – bestimme Abfragen zur Speicherbelegung. Es besteht auch hier die Möglichkeit einer automatischen Auswertung, auch wenn es mehreren Antwortoptionen pro Lücke gibt.

 

Hottext

Beschreibung des Fragetyps: Ähnlich wie der Lückentext wird in diesem Fragetyp ein Text mit Lücken verfasst, wobei hier eine Auswahl an Antwortmöglichkeiten als Hottext vorgegeben werden, die dann von den Test-TeilnehmerInnen in den jeweiligen Checkboxen markiert werden können.

 

 

Anwendung des Fragetyps: Dieser Fragetyp ist ebenso wie der Lückentext gut geeignet um die Sprachfähigkeit (Satzbau verstehen, Begriffe reproduzieren) der Test-TeilnehmerInnen zu überprüfen. Auch hier ist eine automatische Auswertung möglich.

 

Hotspot

Beschreibung des Fragetyps: Bei einer Hotspot-Frage wird ein Bild dargestellt, worin Test-TeilnehmerInnen einen bestimmten Bereich (Spots) erkennen und auswählen müssen.

 

 

Anwendung des Fragetyps: Dieser Fragetyp ist sehr gut geeignet, um visuelle Strukturen wiederzuerkennen. Eine mögliche Anwendung ist die Überprüfung ob Objekte mental rotiert werden können. Die Auswertung erfolgt hier automatisch.

 

Datei hochladen

Beschreibung des Fragetyps: Der Fragetyp „Datei hochladen“ kann dann zur Anwendung kommen, wenn Sie Fragestellungen in ihren Test einbauen möchten, die ein externes Programm erfordern. So können Sie die Aufgabenstellung formulieren, die TestteilnehmerInnen müssen diese in einem externen Programm umsetzen und abschließend die Ergebnisdatei in OLAT hochladen.

 

 

Anwendung des Fragetyps: Wie bereits beschrieben hat dieser Fragetyp eine sehr spezifische Anwendungsart und ermöglicht es Fragestellungen, die mit externer Software durchgeführt werden müssen, in OLAT Tests einzubinden. Die Bewertung dieses Fragetyps muss manuell durchgeführt werden.

 

Zeichnen

Beschreibung des Fragetyps: Die Test-TeilnehmerInnen können ein bereitgestelltes Bild mit verschiedenen Zeichnungsinstrumenten bearbeiten.

 

 

Anwendung des Fragetyps: Der Fragetyp Zeichnen ist ideal, wenn bestimmte Skizzen abgefragt werden sollen. Das Aufzeichnen von Kurvenverläufe und Markieren von bestimmte Bereichen kann mit diesem Fragetyp ebenfalls gut überprüft werden. Die Auswertung erfolgt hier manuell.

 

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